Erziehungskonzept

1. Vorbemerkungen

„Kinder stärken – Eltern unterstützen“

An einem Ort, an dem viele Menschen zusammenkommen, gibt es auch Konflikte. Damit ein harmonisches Miteinander gut funktioniert und in Konfliktsituationen einheitlich reagiert werden kann, wurde dieses Erziehungskonzept für alle SchülerInnen, Eltern, pädagogischen MitarbeiterInnen und LehrerInnen[i] entworfen.

Die Schüler, die unsere Schule besuchen, kommen aus unterschiedlichen Familien mit verschiedenen Erziehungsvorstellungen. Sie lernen zu Hause unterschiedliche Wertvorstellungen und auch Regeln. Von Seiten der Schule bemühen wir uns, alle Schüler dort abzuholen, wo sie stehen.

2. Ziele und Grundsätze

Das Erziehungskonzept der Grundschule Eicken-Bruche wurde am 12.03.2018 von der Gesamtkonferenz verabschiedet.

Hier spiegeln sich die Wertvorstellungen wider, die für alle Beteiligten des Schullebens für ein friedliches Miteinander an unserer Schule wichtig sind. Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Ermutigung, Achtung und Respekt sind Grundprinzipien für alle, die an unserer Schule tätig sind.

Natürlich findet neben dem Bildungsauftrag auch Erziehungsarbeit an unserer Schule statt. Nur so können soziale Umgangsformen, wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Ordnung, angebahnt und erlernt werden. Vor allem ist es uns aber wichtig, bereits vorbeugend gegen Gewalt zu wirken. Mit Hilfe verschiedener, fest installierter Einrichtungen, wie regelmäßig stattfindende Vollversammlungen, Besprechungen innerhalb des Schülerrates, Smiley-System in den Klassen, Methodentage zur Team- und Sozialkompetenz, Ausbildung von Streitschlichtern, Mediation, „Klasse 2000“ sowie die Zusammenarbeit mit der Polizei, sollen die Schüler sensibel für das Thema „Gewalt“ und einen richtigen Umgang in Konfliktsituationen gemacht werden.

 

Unser Erziehungskonzept setzt sich aus den folgenden drei Bausteinen zusammen:

Schulordnung – Regelkatalog und Stufenplan – Erziehungsvereinbarungen

 

 

 

I. Schulordnung

An unserer Schule gibt es verbindliche Regeln, die Umgangsformen und Werte beinhalten. Diese sollen von allen Beteiligten getragen werden und somit für alle gelten. Schließlich wollen wir eine Umgebung schaffen, in der sich Schüler und Erwachsene ernst und angenommen fühlen, sodass jeder seine Individualität entfalten kann.

II. Regelkatalog und Stufenplan

Als Grundsatz gilt:

„Ich verhalte mich anderen gegenüber so, wie ich selbst behandelt werden möchte.“

Das bedeutet nun für das Verhalten in der Schule, dass sich jeder als ein Teil der Gruppe erlebt. In dieser Gruppe gelten bestimmte Regeln, die eingehalten werden müssen. Bei Nichteinhaltung erfährt derjenige/diejenige Konsequenzen für den Regelverstoß. Je nach Regelverstoß greifen unterschiedliche Konsequenzen bis hin zu einem Stufenplan. Dieser Stufenplan ist eine Handlungsanweisung, die vorgibt, wie bei mehreren oder massiven Regelverstößen mit den Schülern umgegangen werden kann.

 

III. Erziehungsvereinbarung zwischen Schülern, Erziehungsberechtigten und Schule

Mit den Schülern, Erziehungsberechtigten und Lehrern wird eine Erziehungsvereinbarung getroffen. Diese wird durch eine gemeinsame Unterschrift von allen Beteiligten als verbindlich angesehen. Es werden alle Werte, Rechte und Pflichten aller Beteiligten besprochen und als verpflichtend hervorgehoben.

I. Schulordnung

Wir wollen uns um ein höfliches und friedliches Miteinander in unserer Schule bemühen.

Dazu müssen wir folgende Regeln unserer Schulordnung beachten:

1. Ich tue keinem weh, auch nicht mit Worten.

2. Ich gehe mit den Sachen anderer und auch mit meinen Sachen sorgfältig um. Ich nehme niemandem etwas weg.

3. In den Regenpausen darf ich in der Klasse bleiben. Dann beschäftige ich mich in einer angemessenen Lautstärke.

4.Ich halte die Schule sauber.

5. Die Toiletten verlasse ich so, wie ich sie vorfinden möchte.

6. In den Pausen halte ich mich nicht am Fahrradstand oder auf den Toiletten auf.

Unsere Schule ist ein Ort, an dem viele unterschiedliche Schüler und Erwachsene einen großen Teil des Tages miteinander verbringen. In dieser Zeit wollen wir uns in der Schule wohl fühlen, in Ruhe lernen und lehren sowie zusammen leben und Spaß haben.

Damit das funktioniert, ist es wichtig, dass Regeln und Maßnahmen bei Nichteinhaltung der Regeln von allen Lehrkräften[ii] einheitlich gehandhabt werden und nicht innerhalb einer Klasse von verschiedenen Lehrkräften unterschiedliche Methoden zum Umgang mit Störungen angewendet werden. In der Grundschule Eicken-Bruche gibt es zwei übergeordnete Regeln bzw. Methoden, mit Störungen umzugehen und Kinder auf regelwidriges Verhalten hinzuweisen:

Das Smiley-System

Das Smiley-System eignet sich, um das Verhalten der Schüler rückzumelden und zu visualisieren. In jedem Klassenraum gibt es ein fest installiertes Smiley-System.

Bei Fehlverhalten wird der Smiley des Schülers auf „rot“ gesetzt. Stört er wiederholt, wird er ein Feld zurückgesetzt. Kommt der Schüler im „gelben“ Bereich an, erfolgt eine Information an die Eltern. Bei Erreichen des „roten“ Bereiches findet ein Elterngespräch statt. An dieser Stelle hat das regelwidrige Verhalten des Schülers Konsequenzen, die im Ermessen des Klassenlehrers liegen. Die Schulleitung wird entsprechend informiert.

Bei Erreichen des Zielfeldes erfolgt eine positive Verstärkung.

Die Stopp-Regel

Wenn ich geärgert oder angegriffen werde, strecke ich meine flache Hand aus und sage laut und deutlich „Stopp!“.

Mit der Stopp-Regel sollen die Schüler angeleitet werden, Konflikte, die vornehmlich während der Pausenzeiten entstehen, selbstständig und nachhaltig zu lösen. Je früher diese Maßnahme in einem Konflikt angewendet wird, desto einfacher und schneller lässt sich ein Streit beenden. Lehrkräfte werden erst als Streitschlichter eingeschaltet, wenn die Schüler allein nicht zu zufriedenstellenden Lösungen kommen.

 



[i] Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird im Folgenden nur die männliche Form verwendet, es sind stets beide Geschlechter gemeint.

[ii] Mit der Bezeichnung „Lehrkräfte“ sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grundschule Eicken-Bruche gemeint.